
Kronen Zeitung
TROTZ TRAINER-WECHSELS
Rapid kann auch gegen Hartberg nicht gewinnen
Rapid kann weiter nicht gewinnen. Die Hütteldorfer warten nach dem Heim-1:1 am Samstag gegen den TSV Hartberg schon seit elf Bewerbspartien auf einen Sieg und liegen vor den Sonntagsspielen sowie dann noch vier Runden vor der Teilung in Meister- und Qualifikationsgruppe gerade noch in den Top sechs der Fußball-Bundesliga.
Hartberg ging durch ein Eigentor von Rapid-Goalie Niklas Hedl in Führung (15.), den überlegenen Wienern gelang durch Bendeguz Bolla nur der Ausgleich (70.).
Die Gastgeber begannen vor 16.690 Fans mit dem erst am Donnerstag verpflichten Andreas Weimann engagiert, doch die Hartberger schlugen gleich mit ihrem ersten Angriff zu. Bei einer Umschaltsituation spielte Maximilian Hennig auf Marco Hoffmann, der sich am Sechzehner den Ball herrichten konnte und den Ball an die Stange schlenzte. Von dort sprang der Ball an den Rücken von Hedl und anschließend ins Tor.
Zwei Minuten später jubelte Rapid über den vermeintlichen Ausgleich – allerdings nur kurz. Luca Pazourek lenkte eine Flanke von Bolla mit dem Knie ins eigene Tor, der Treffer wurde jedoch nach VAR-Intervention zurückgenommen, weil Matthias Seidl zuvor hauchdünn im Abseits gestanden war.
Rapid mit viel Ballbesitz und wenig Ideen
Danach entwickelte sich eine Partie mit viel Ballbesitz, aber wenig Ideen bei Rapid. Hartberg blieb gefährlich, Hedl musste einen Freistoß von Tobias Kainz entschärfen (32.). Rapid fiel mit Ausnahme eines Weimann-Kopfballs, den Hartberg-Schlussmann Tom Hülsmann parierte (39.), wenig ein.
Dafür begann die zweite Hälfte mit einer Topchance für Grün-Weiß. Seidl spielte Weimann frei, der Ex-England-Legionär scheiterte aus kurzer Distanz an Hülsmann (48.). Der Druck von Rapid wurde größer, die Hartberger schafften im Gegensatz zur ersten Hälfte keine Entlastungsangriffe mehr. Logische Folge war das 1:1, Bolla köpfelte nach einer Flanke des ansonsten enttäuschenden Tobias Gulliksen ein.
Im Finish bemühte sich Rapid vergeblich um das Siegestor. Der für Weimann gekommene Ercan Kara fand in Hülsmann seinen Meister (76.), danach kam man dem 2:1 nicht mehr wirklich nahe. Als schwacher Trost blieb die Tatsache, im Vergleich zum 0:3 im Cup-Viertelfinale in der Vorwoche in Ried bei der Premiere von Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup eine Steigerung hingelegt zu haben – allerdings ausgehend von einem äußerst niedrigen Niveau.
SK Rapid – TSV Hartberg 1:1 (0:1)
Wien, Allianz Stadion, 16.690, SR Altmann
Tore:
0:1 (15.) Hedl (Eigentor)
1:1 (70.) Bolla
Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Ahoussou – Amane, Lu. Grgic (72. Ndzie), Gulliksen (89. Börkeeiet) – M. Seidl, Weimann (72. Kara), Wurmbrand (62. Nunoo)
Hartberg: Hülsmann – Wilfinger, Spendlhofer, Vincze – Pazourek, Heil, Markus, Kainz (62. Diarra), Hennig (80. Kovacevic) – Hoffmann (80. Fridrikas), Havel (80. Drew)
Gelbe Karten: Cvetkovic, Börkeeiet bzw. Diarra
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